Angstvolle Gefühle vor einem anstehenden Zahnarztbesuch sind nichts Ungewöhnliches und müssen niemandem peinlich sein. Nur wenige Patienten gehen völlig unbefangen in eine Praxis, aber rund 70% von ihnen zeigen eine abneigende Reaktion, die von Unwohlsein bis zu schierer Panik reicht.

Verständlich ist die Abwehrhaltung schon: Das Gefühl des "Ausgeliefertseins", unangenehme Geräusche und das Warten auf den Schmerz (der nicht kommen wird) sind Auslöser dafür, unabhängig ob diese Ängste zu Recht bestehen oder nicht.

Untersuchungen zeigen, daß in den meisten Fällen negative Erfahrungen in der Jugend und die Angst vor der Spritze Hauptursache für entsprechende Vorbehalte sind.

Was tun?

Unsere Erfahrung ist, daß es keine einfachen Rezepte zur Bewältigung der Ängste gibt. Letztlich muß jeder Patient im Laufe seiner Besuche Vertrauen zu seinem Behandler aufbauen. Mit Ausnahme besonderer Konstellationen (kleine Kinder, extremer Zerstörungsgrad der Zähne), stellt auch die Behandlung in Vollnarkose keine sinnvolle Strategie dar: Es ist schlicht nicht möglich, jede Behandlung in Narkose durchführen zu lassen.

Wir können Sie bei der Bewältigung Ihrer Ängste unterstützen, indem wir "klein anfangen", Ihnen erklären, wie wir behandeln, wie lange es dauert, welches die nächsten Schritte sind und was Sie genau erwartet. Neudeutsch heißt das: Show, tell, do. Normalerweise fällt dann jeder Folgebesuch immer ein bißchen leichter als der letzte.

Der Anfang

Als Patient haben Sie immer ein Vetorecht, sind also objektiv nicht "ausgeliefert": Wenn Sie eine Maßnahme nicht wünschen, wird sie nicht durchgeführt. Als ersten Schritt bei der Bewältigung von Ängsten könnten Sie einen schlichten Untersuchungs- oder Beratungstermin vereinbaren. So haben Sie die Gelegenheit festzustellen, ob Sie Vertrauen fassen können, ohne daß bereits eine Behandlung durchgeführt wird.